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Die Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) ist ein aus 19 Staaten und der Europäischen Union bestehender informeller Zusammenschluss. Die G-20 wurde auf dem Treffen der G8-Finanzminister im September 1999 offiziell ins Leben gerufen, als Reaktion auf die Asienkrise 1997. Das erste Treffen fand im Dezember 1999 in Berlin statt. Sie soll als ein neues Forum für die Kooperation und Konsultation in Fragen des internationalen Finanzsystems dienen. Die Gruppe ging aus der G33 hervor, die wiederum im gleichen Jahr aus der G22 entstanden war, die im April 1998 in Washington ihr erstes Treffen abgehalten und auf dem Gipfel der APEC-Länder im November 1997 in Vancouver vom damaligen US-Präsidenten Bill Clinton und anderen Staatschefs angekündigt worden war. Sie wurde auch als Willard Group bezeichnet. Entgegen der heutigen G-20 waren bei den G22-Staaten noch Hongkong, Malaysia, Polen, Singapur und Thailand vertreten, anstelle der Europäischen Union und Saudi-Arabiens. An den Treffen der G-20 nehmen die Finanzminister und Zentralbankchefs der G7 und zwölf weiterer Staaten, sowie die EU-Präsidentschaft (wenn diese zu diesem Zeitpunkt nicht von einem G7-Staat geführt wird), der Präsident der Europäischen Zentralbank, der Geschäftsführende Direktor (Managing Director) des Internationalen Währungsfonds, der Vorsitzende des Internationalen Währungs- und Finanzausschusses (IMFC), der Präsident der Weltbank und der Vorsitzende des Development Committees von Weltbank und Internationalem Währungsfonds teil.
Bearbeiten MitgliedstaatenDie Mitgliedstaaten sind Argentinien, Australien, Brasilien, die Volksrepublik China, Deutschland, Frankreich, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, die Türkei, das Vereinigte Königreich und die USA sowie die Europäische Union, die im Rotationsprinzip jeweils von demjenigen Land vertreten wird, das in dem betreffenden Halbjahr die Ratspräsidentschaft einnimmt. Bearbeiten Wirtschaftliche BedeutungIn der Gruppe der Zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer leben rund 62 Prozent der Weltbevölkerung, die 2008 laut CIA World Fact Book auf sich rund 77 Prozent des Welt-Bruttonationaleinkommens (BNE) vereinigen (jeweils in US-Dollar gerechnet, nicht in Kaufkraftparitäten).
Stand: 2008 Bearbeiten G-20-Gipfeltreffen
Bearbeiten Siehe auchBearbeiten Weblinks |
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